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Die Reise in
das antike Wien
Nicht allzu bekannt ist, dass sich
auf dem Boden der Stadt Wien vor beinahe 2000 Jahren das Siedlungsgebiet
einer römischen Stadt von vielen Tausend Einwohnern ausgedehnt
hatte. Zentrum war das mit 6.000 Soldaten besetzte Legionslager
Vindobona im Bereich des heutigen ersten Bezirks unmittelbar
am südlichsten schiffbaren Donauarm gelegen.
Um dieses Kastell herum breitete sich, einhergehend mit dem
wirtschaftlichen Aufschwung in Folge der militärischen
Präsenz, eine Stadt mit Angehörigen der Legionssoldaten
sowie von Kaufleuten und Handwerkern aus. Blütezeit dieses
Siedlungsraumes war das 2. und die erste Hälfte des 3.
Jahrhunderts. Eine Hochwasserkatastrophe in der zweiten Hälfte
des 3. Jahrhunderts führte zu einem gewaltigen Hangrutsch,
der große Teile des Lagers und der westlich anschließenden
Vorstadt zum Opfer fielen. Die heute noch erkennbare Geländekante
an der Ruprechtsstiege und bei Maria am Gestade ist Zeuge
dieses Ereignisses. In Kooperation mit der MA 7 - Stadtarchäologie
und dem Wien Museum hat das Animationshaus digital-graphics
& 7reasons das keltische und römische Wien dreidimensional
digitalisiert. Digitale Animationen und tiefgehende interaktive
Elemente lassen die tausenden Einzeldaten und Grabungsergebnisse,
die in dieses Projekt einflossen, zu einem unterhaltsamen
und anschaulichen virtuellen Erlebnis verschmelzen.
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